Auf den Pfaden der Mammutjäger

Dort, wo heute Trauben kultiviert werden, erlag vor 30.000 Jahren das eine oder andere Mammut den Speeren todesmutiger Jäger. Die Voraussetzungen für den Weinanbau wurden aber schon viel früher geschaffen. Gewaltige Urkräfte waren bei der Gestaltung des Kamptals im Spiel und prägen die Landschaft und die Weine bis heute. Vorherrschend sind Urgesteins-, Löss- und Lehmböden. Der „Gföhler Gneis", das Urgestein, trägt den Weinen die feine Mineralität zu. In der Eiszeit wurde Sand von den Kalkalpen angeweht, der sich zu Lössböden verdichtet hat. Der Grüne Veltliner entfaltet auf Löss sein volles Potenzial. Entlang des Kamps finden sich fette, nährstoffreiche Lehmböden, auf denen Rotweine und Burgundersorten besonders gut gedeihen.

Auch das Kamptaler Kleinklima trägt zur Besonderheit der Weine bei. Hier trifft das trocken-heiße pannonische auf das kühle und oft raue Klima des nordwestlichen Waldviertels. Die für das Kamptal typischen heißen Tage und kühlen Nächten im Sommer und Herbst bieten ideale Voraussetzungen für herausragende, fein mineralische Weine, die eine lange Lagerfähigkeit aufweisen. Der Grüne Veltliner entfaltet seine facettenreiche Würzigkeit dank der starken klimatischen Gegensätze. Aber auch andere Rebsorten wie Riesling, Burgunder oder Sauvignon Blanc entwickeln in der Kamptaler Weinregion ein unverwechselbares, gebietstypisches Aroma.